Posted On 19. August 2012 By In JN NT U20 Open News With 214 Views

Interview mit den U20 Captains

Wir haben am Ende der WM Levin, dem Captain, und Lucius, dem Co-Captain der U20 ein paar Fragen zum Turnier, zum Team und zu den persönlichen Erlebnissen gestellt:

Wie ist die WM für dich persönlich gelaufen?

Levin: “Ich hatte viele technische Schwierigkeiten, was auch mit einer schlechten Vorbereitung zusammenhing. Sicher mein persönlich schlechtestes Turnier bislang. Ich begann aber mich im Verlauf der WM wohler zu fühlen, so dass ich die WM auf und neben dem Platz geniessen konnte.”

Luci: “Ich genoss es einer der Schlüsselspieler zu sein. Ich hatte Spiele in welchen es mir gut lief und mit welchen ich sehr zufrieden bin (gegen Belgien und Israel). Aber auch Spiele und Aktionen die mich im Nachhinein immer noch nerven. Unter anderem beide Spiele gegen Österreich und das Spiel gegen Kolumbien.”

Wie war es Captain der U20 zu sein?

Levin: “Da ich als Spieler schon viel mit mir selbst zu tun hatte, war es schwierig, für das Team als Captain da zu sein. Als Belastung war es aber trotzdem nicht.”

Lucius: “Eine Führungsperson zu sein war für mich eine ungewohnte aber erfreuliche Erfahrung. Die Calls anzusagen und hart an der Sideline zu motivieren waren Dinge die mich selber gepusht haben. Hätte ich diese Position nicht inne gehabt, wäre es vielleicht schwieriger gewesen die selbe Leistung zu bringen.”

Bist du zufrieden mit dem Team und der Leistung des Teams?

Levin: “Ich habe versucht, meine Erwartungen tief zu halten und bin somit mit der Platzierung sehr zufrieden. Natürlich ist es schade, dass wir manche knappen Spiele (Japan) nicht gewinnen konnten. Das Team hat aber auch top Leistungen wie im Spiel gegen Belgien erbracht.”

Lucius: “Ich denke die Bedingungen waren schwierig, aber wir konnten sie gut zu unsern Gunsten nutzen und so auch stärkeren Teams gut paroli bieten. Der Spirit innerhalb des Teams war super. Dadurch harmonierten wir immer wieder auf dem Feld und hatten auch neben dem Spielfeld viel Spass zusammen.”

Seid ihr zufrieden mit den Coaches?

Levin: “Ja sehr! Sie hatten immer präzise und umsetzbare Änderungsvorschläge für auf dem Spielfeld parat. Auch für ihr Verhalten und dem Umgang mit den Spielern neben dem Spielfeld verdienen sie Lob.”

Lucius: “Die Coaches haben eine optimale Mischung zwischen Freundschaftlichkeit, Strenge gezeigt. Darüber hinaus wirkten sie fachlich auch sehr kompetent. Das Umschalten von dem Freundschaftlichen zwischen den Spielen zum Coach-Spieler Verhältnis in den Spielen fiel leicht und wirkte in gewisser Weise fast schon natürlich.”

Welches sind prägende Eindrücke des Turniers:

Levin: “Die Freude und die Erleichterung als wir den letzten Punkt gegen Belgien geschrieben haben!”

Lucius: “Ich nehme unendlich viele Eindrücke mit von dieser Woche. Eine der prägenden Erfahrung war, vor den Spielen die Vorbereitung zu leiten, und damit richtig heiss auf die Spiele zu werden. Auch das Wissen, Schlüsselspieler und Co-Captain zu sein motivierten extrem.”

Was sind die Unterschiede zum Team an der WM vor zwei Jahren in Heilbronn?

Levin: “Es herrschte eine bessere Atmosphäre innerhalb des Teams und das Coaching wirkte professioneller.”

Lucius: “Ich habe mich seit Heilbronn als Spieler und Mensch entwickelt und sehe manches anders als damals. Ausserdem war es eine neue Erfahrung mit einer solch grossen Delegation (U20 und U17) an eine Junioren WM zu reisen. Zudem war die Betreuung durch Oli als Physio und durch die Coaches professioneler als in Heilbronn, was es einfacher machte, sich auf die Aufgabe als Co-Captain und Spieler zu konzentrieren. Der grösste Unterschied machte aber der Teamzusammenhalt. Es fühlte sich im Gegensatz zu Heilbronn wirklich wie ein Team an, und nicht wie eine zusammengewürfelte nationale Auswahl.”

An dieser Stelle sei den Captains für ihren Einsatz für das Team gedankt. Sie haben beide einen super Job als Vorbilder und Leitfiguren gemacht!