Veröffentlicht am14. August 2012 Von In JN NT U20 Open News Mit244 Aufrufe

U20 Tag 3, Kolumbien & Österreich

Schon vor dem Spiel gegen Kolumbien wusste die U20, dass sie mit einer Niederage rechnen musste. Doch nicht kampflos. Die U20 wollte den Südamerikanern zeigen, dass auch die kleine Schweiz Ultimate spielen kann. Und dies tat sie auch. Mit einer nahezu perfekten Zone hielten die Spieler der U20 die Kolumbianer auf trab. Für den ersten Punkt mussten die Spieler des anderen Kontinets ganze 16 Minuten gegen die zähen Schweizer kämpfen. Die U20 schenkte ihnen keinen Pass. Es gelang den Schweizer durch die starke Zonen Verteidigung den Kolumbianern ihr Tempo aufzubinden.
Kolumbien reiste mit einem Kader von 27 Spielern an, die athletisch top fit sind, wogegen die Schweizer U20 mit 16 Spielern an der WM vertreten ist.
Die Kolumbianer waren schneller, technisch besser und rissen das Spiel an sich. Doch die Schweiz blieb an der Scheibe und kämpfte hart.

SUI - COL

Mit einem Endresultat von 14:5 sprach vieles für die Latinos. Die Schweiz konnte aber mit einem mentalen Sieg vom Platz gehen. Die Rückmeldung der Kolumbianer sprach fürs Team: Sie haben die U20 zum Teil unterschätzt.

Teamfoto SUI/COL

Jetzt hiess es viel essen, trinken und regenerieren, denn bis zur Vorbereitung für das zweite Spiel stand den Spielern nur einer Stunde zu Verfügung. Österreich war der nächste Gegner, dem die Schweiz unbedingt den Meister zeigen wollte. Jeder Spieler der U20 Schweiz wusste im Kopf, er will gewinnen. Dadurch entstand ein grosser Druck, dem viele Spieler nicht gewachsen waren. Das Nachbarland drückte der Schweiz ihr Tempo auf, kontrollierten das Spiel und dominierten. Die erste Halbzeit endete mit einem Stand von 9 zu 4 für Österreich.
In den 10 Minuten Pause kamen harte, aber klare Worte von den Coaches. Die zeigte Wirkung. Im zweiten Teil des Spiels kam die Schweiz mehr zum Zuge. Gute Verteidigung, aber viele nicht genutzte Chancen und Eigenfehler waren das prägende Bild. Mit viel Kampfgeist war eine deutliche Steigerung im zweiten Teil des Spiels auszumachen, doch die verpatzte erste Halbzeit konnte die U20 nicht mehr aufhohlen.

SUI - AUT
Auch die netten jungen Damen verschiedenster Nationen, die am Spielfeldrand den kämpferischen Effort bejubelte half nichts mehr. Die U20 verlor auch das letzte Gruppenspiel und beendete die Gruppenphase auf dem letzten Platz.

Nach dem Spiel hiess es das Gute mitnehmen und den Rest zu vergessen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Denn drei Tage stehen noch bevor. Morgen wird gegen Lettland und Belgien gespielt, am Donnerstag dann gegen Finnland.

(by Julien Widmer)