Posted On 20. Februar 2013 By In JN MS Indoor News With 282 Views

Rückblick Indoor Junioren Schweizer Meisterschaft 2012/13

Die zweite Junioren Indoor Schweizer Meisterschaft hat einen neuen Club, neue Kräfteverhältnisse und gutes Ultimate gezeigt. Aber alles der Reihe nach.

Die Zürcher Traditionsvereine Radical und Klopstock haben beschlossen zusammenzuspannen und damit auch die Juniorenbemühungen zusammen zu legen. Schon wenige Wochen nach der Gründung konnte Headless Ultimate Zürich mit einem Junioreneam an der Indoor Junioren Schweizer Meisterschaft 2012/13 auflaufen. Für den Turnierverlauf zwar von kleiner Bedeutung, jedoch trotzdem “historisch” konnte das Team das erste Spiel gewinnen. Das erste Meisterschaftsspiel nach Clubgründung endet mit einem Sieg – ein gutes Omen?…

Ein Annähern einiger Teams an das in den letzten Jahren unbestrittene Spitzenduo, Panthers aus Bern, HiJackers aus Kerns, hatte sich schon an der Outdoor Schweizermeisterschaft im September abgezeichnet. Auch wenn die Rangliste damals noch verteidigt werden konnte, wurden die “Grossen” in einigen Spielen sehr gefordert. Die Top 4 Teams vom vergangenen Herbs standen auch in der Halle in den Halbfinals. Allerdings mussten die HiJackers schon in der Gruppenphase Federn lassen und den Crazy Whelps den Sieg in Gruppe B überlassen. Dies hatte zur Folge, dass sie gegen den Titelverteidiger aus Bern das Halbfinale bestreiten mussten. Beide Halbfinalpaarungen – Crazy Whelps vs. Freespeedies und Panthers 1 vs. HiJackers – waren hochkarätige Spiele die bis zum Schluss spannend waren. Die jeweiligen Gruppensieger konnten sich behaupten und zogen in das Endspiel ein. Im Spiel um Platz 3 wurde eine weitere Überraschung geschrieben. Das Spiel war lange Zeit sehr ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die HiJackers. In den letzten Minuten spielte aber dan plötzlich alles für die Freespeedies. Die Favoriten aus Kerns gaben einen schon fast sicher geglaubten Sieg in Extremis doch noch her: Kurz vor Ablaufen der Zeit erzielten die Freespeedies den Punkt zum 5:6 und holten sich somit die Chance zum Ausgleich. Der Rest war eine Mischung aus Heimvorteil und Spielrausch bei den Freespeedies, sowie Missverständnis und Pech bei den Gästen. Die Freespeedies konnten sich ihren ersten Podestplatz an einer Meisterschaft ergattern. Das Finale zwischen den Panthers 1 und den Crazy Whelps wurde von beiden Teams  auf hohem Niveau ausgetragen. In der ersten Spielhälfte konnten beide Teams ihre Offense kontrolliert nach Hause bringen, einzige Ausnahme war ein Break der Crazy Whelps. Die Panthers versuchten in Hälfte 2 mit viel Einsatz nochmals an den Gegner heran zu kommen, die Whelps verwalteten den Vorsprung aber souverän und schrieben ihre Punkte meistens ungefährdet. Mit einem starken Spiel in abgeklärter Manier holten sich die Crazy Whelps so ihren ersten Schweizer Meister Titel! An dieser Stelle sei dem Team aus Stans für diese Leistung gratuliert!

Im Vergleich zu der Indoor Meisterschaft 2011/12 musste leider ein Rückgang von Anmeldungen (von 12 auf 8) verzeichnet werden. Dabei massgebend war die Teilnahme von Schulteams, die in diesem Winter ausblieben. Fortschritte hingegen waren bei den spielerischen Leistungen zu finden. Eine grosse Varietät von verschiedenen Verteidigungs-  und Angriffstrategien sowie individuelle Stärken zeugten von der technischen, taktischen und körperlichen Weiterentwicklung der Juniorinnen und Junioren im Verlauf des letzten Jahres. Auch wenn ein Vergleich schwierig ist, wage ich mich doch, die Aussage zu machen, dass vom 1. bis zum 8. Rang das spielerische Niveau im Vergleich zum Vorjahresturnier gestiegen ist. Dies ist zurückzuführen auf eine super Arbeit, die von den Juniorenverantwortlichen in den Clubs geführt wird, und auf die U20 und U17 Nationalteams von 2012, die einige Spielerinnen und Spieler erfahrener und reifer gemacht hat.

Ich bedanke mich bei allen Helferinnen und Helfern, die mich und die Freespeedies vor und während dem Turnier unterstütz haben, bei allen Teilnehmenden fürs kommen und mitspielen, bei all den Teamverantwortlichen, die ihre Teams ans Turnier gebracht haben, und schlussendlich auch bei den Freespeedies, die mit mir das Turnier organisiert und durchgeführt haben!