Posted On 5. Juni 2013 By In Junioren News With 249 Views

HULK am Pfingstturnier

Zu Beginn sah es nicht all zu gut aus für HULK, das Team welches aus der U20 der WJUC 2012 entstand. Gerade mal 4 Spieler zeigten sich bereit, am 5vs5 Pfingstturnier in Bad Rappenau (D) teilzunehmen. Da der Playersfee schon bezahlt war, hatten wir für dubiose Ausreden natürlich nur wenig Verständnis 😯 . Dazu kam, dass dies für die meisten HULKs das letzte Juniorenturnier werden würde. Import-HULK Ben Jansen ermöglichte uns jedoch trotzdem die Turnierteilnahme.

Bewaffnet mit Malto, Isostar, Guarana, und was man sonst noch braucht um 3 Tage Savage 5 zu spielen, trafen wir am Freitagabend in Bad Rappenau ein. Einquartiert wurden wir wie die anderen angereisten Teams in einer Turnhalle nicht unweit der Spielfelder.

Um Kräfte zu sparen entschlossen wir uns am Samstagmorgen den fünfminütigen Fussmarsch doch sein zu lassen und statt dessen mit dem Auto hinzufahren. Wir mussten schliesslich ausgeruht ankommen…

Nach einer kurzen taktischen Besprechung und einem kleinen Streit, wer jetzt auf der Powerline spielen wird, ging es los gegen unseren ersten Gegner, die Flying Giants.

Die noch sehr unerfahrenen Giants hatten Mühe mit unsere Defense und so reichte es ihnen knapp nicht aufs Scoreboard. Sinnbildlich für dieses Spiel steht Marios uuunglaaauublicher Callahan… GMEEEEEIIIINT!

Auch die beiden anderen Samstagsgames gegen die Celtics und FlyToGetHer gingen klar zu unseren Gunsten aus.

Die gegnerischen Teams bekundeten sichtliche Mühe mit unserer Force Middle/Force Out-Poach/Trap-Zonendefense (wobei zu erwähnen ist, dass wir teilweise selbst nicht soo genau wussten, was wir taten und warum wir so viele Turnovers provozierten) und so standen wir am Samstagabend als Gruppensieger fest.

Im Powerpool trafen wir auf die Bad Raps und die Cultimaters.

Das Game gegen die Cultimaters, dem wir nicht ohne Bammel entgegensahen, dominierten wir überraschenderweise ohne grössere Mühe wobei auch hier wieder unsere Defense der Schlüssel zum Erfolg war.

Gegen die Bad Raps, die Lokalmatadoren, sah es etwas anders aus: Dieses Spiel wurde das erste hart umkämpfte und physisch richtig intensive Game des Turniers. Leider gelang es uns nicht beim Stand von 7-7 direkt vor der Endzone die Scheibe nach Hause zu bringen. Die Raps liessen nichts mehr anbrennen und holten sich souverän den verdienten Sieg 8-7.

Wir hatten uns aber klar Respekt verdient. Ein Spieler eines deutschen U17-Teams meinte sogar, wir hätten ein paar Spielzüge in petto die immer (ja, wirklich immer) funktionieren!

Das Viertelfinale am Sonntagabend gegen unsere Schweizer Freunde und Freundinnen, die Panthers, konnte klar gewonnen werden, wobei die Berner als erstes Team kaum Mühe mit unsere Zone bekundeten und uns zwangen, vermehrt kräfteraubendere Man-Defense zu spielen.

Pfingstmontag: Im Halbfinale mussten wir noch einmal gegen die verstärkten FlyToGetHer ran. Einmal mehr erwies sich unsere Defense als äusserst effektiv: 15-4 Endscore gegen ein Team, das sowohl technisch als auch physisch als mindestens gleichwertig anzusehen war.

Das andere Halbfinale wurde von den Cultimaters und den favorisierten Bad Raps ausgetragen. In einem knappen Spiel konnten die Raps schliesslich den Sieg davontragen und wir bekamen die Chance auf die Revanche, die wir uns erhofft hatten.

Unsere Schweizer Landsfrauen und –Männer von Basel und Bern waren zum Zeitpunkt des Finalbeginns bereits am Aufbrechen und so waren wir ganz auf uns gestellt (ohne die unterstützenden Wasserträger der Freespeedies und Panthers, die uns in so manchen Spielen wertvolle Dienste geleistet hatten).

Schon in den ersten Momenten des Finals zeigte sich, dass dieses Spiel weniger knapp werden würde, als unser erstes Aufeinandertreffen im Powerpool. Wir bekundeten Mühe unsere Offense zu schreiben, während die Raps unsere Zone ziemlich auseinandernahmen. Wir spielten vermehrt Man-to-Man- Defense, doch das lange Wochenende forderte langsam seinen Tribut und wir waren den Raps physisch unterlegen. Die bad Raps gewannen das Pfingstturnier mit dem deutlichen Finalspielendstand 11-5.

Auf jeden Fall haben wir das Schweizer Ultimate würdig vertreten und konnten zu fünft den tollen 2. Platz erreichen. Danke an Ben fürs mitHULKen und natürlich an die Bad Raps für die gelungene Organisation eines grossartigen Turniers!

Also, die Mission bleibt bestehen: Ein Schweizer Team gewinnt das Pfingstturnier!

Geschrieben von Levin Klemm