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BESSERE TRAININGS

Wenn der Club wächst, braucht es mehr Coaches. Diese sind nicht immer leicht zu finden — oder für längere Zeit zu behalten. Es gibt unterschiedliche Gründe, die eine Person davon abhalten können, eine Coaching Funktion zu übernehmen. Welche Gründe das sind, hängt jedoch von der Situation ab, in welcher jemand sich befindet. Deshalb ist es nicht nur wichtig, mehrere Lösungsansätze anzubieten, sondern auch explizit nachzufragen, welche Art von Unterstützung jemand braucht. Mangelt’s an Zeit, Geld, Erfahrung …?

Ausbildung

Swiss Ultimate Trainer*innenausbildung

Die SUA Trainer*innen Aus- und Weiterbildungen öffnen die Tür zu fundiertem Ultimate-Wissen, neuen Vermittlungsmethoden und trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen. Taktische Grundsätze, technische Einzelheiten, physische Voraussetzungen und der SOTG werden im Detail analysiert und diskutiert. So eignet sich der Basiskurs für Neulinge im Coaching/Training aber auch für Erfahrene, die an weiterführenden Gedanken und neuen Vermittlungsmethoden interessiert sind.

Hier findet ihr alle Informationen zur Swiss Ultimate Trainer*innen Ausbildung.

Unterlagen

Swiss Ultimate Ausbildung

In der Ausbildung werden ausführliche Unterlagen zum Training der Grundlagen im Bereich Technik, Taktik, Physis, Spirit of the Game und Mentaler Stärke verteilt. Dazu werden Empfehlungen und Konzepte zur Sicherheit, Trainingsplanung und anderen Themen in zusätzlichen Unterlagen abgegeben.

Einige dieser Unterlagen sind öffentlich verfügbar. Sie bieten einerseits einen Einblick in die Ausbildung, können aber auch schon für sich wertvolle Inputs zur Verbesserung von Qualität, Verständnis und Sicherheit im Ultimate darstellen. Weitere Unterlagen stehen exklusiv Teilnehmenden der Ausbildung zur Verfügung.

Link zur Download Sektion der Ausbildung: https://cloud.ultimate.ch/index.php/s/oc1Ll1zckYe9KG3

QUICK TIPS

Wie plane ich ein Training?

Dies ist ein Vorschlag für eine Trainingsplanung. Man kann seine Planung auch individuell oder auf das Team zugeschnitten anders gestalten. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, eine Grundstruktur in seine Trainings zu legen, so dass man sich diese Grundstruktur nicht jedes Mal neu überlegen muss.

Ein Training sollte mit einem kurzen Einstieg beginnen. Dieser besteht aus einer Begrüssung und möglicherweise aus Informationen an das Team. Dabei sollte man selber Motivation und Freude verbreiten um die Grundstimmung positiv zu beeinflussen. Danach kommt ein Warmup. Egal ob man es eher klassisch oder eher spielerisch gestaltet, es soll auch die Teilnehmenden abholen und Lust auf Mehr machen. Dann folgen Trainingsthemen. Je nach Länge des Trainings und je nach Länge der Themen können es ein, zwei oder drei Themen sein. Mehr wird für Teilnehmende schwierig sich zu merken. Danach sollte eine Spielform stehen. Dies kann ein 7 gegen 7 Ultimate oder in kleineren Gruppen sein. Am Ende sollte ein Abschied mit einem wertschätzenden Fazit stehen.

Man sollte seine Trainings immer wieder hinterher analysieren, um selber aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Das folgt dann einem einfachen Grundprinzip: Planen, ausführen, evaluieren. Und dann geht es mit den gewonnen Erfahrungen in die nächste Planung 🙂

Wie plane ich eine Saison?

Als erstes steht die aktuelle Situation. Wer ist im Team? Wo stehen wir als Team? Wo stehen wir als Spieler*innen? Welche personellen Veränderungen stehen an? Usw. Als zweites steht ein (realistisches) Saisonziel. Wenn dieses Ziel zeitlich festgelegt ist (z.B. eine Zielvorgabe an den Schweizermeisterschaften), rechnet man in der Planung dann von da rückwärts. Dann wird der Weg zum Ziel bestimmt. Dabei sollte man sich fragen, welche zeitlichen, personellen, infrastrukturellen und materiellen Ressourcen man auf diesem Weg hat. Kommen fast alle immer ins Training? Haben wir immer einen Trainingsplatz? Wieviele Trainings pro Woche haben wir? Usw.
Auf dem Weg zum Ziel sollte berücksichtigt werden, dass alle Aspekte trainiert werden sollten (Physis, Technik, Taktik, Spirit of the Game und Mentale Stärke). Je nach Team und Saison kann der Schwerpunkt woanders liegen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass Menschen Erholungszeit brauchen. Nach Turnieren und Trainingswochenenden sollten 2-3 Tage Pause eingerechnet werden. Mit diesen Informationen kann man sich einen groben Plan erstellen, wann was trainiert wird. Dabei sollte man berücksichtigen, dass gewisse Themen aufeinander aufbauend sind und entsprechend in der Reihenfolge passen sollten (z.B. macht es Sinn ein Folgepass dann zu trainieren, wenn der Pass davor bereits trainiert wurde). In der Planung sollte unbedingt Platz für Planänderungen, Wiederholungen und Unvorhersehbares gelassen werden, so vermeidet man Stress für sich als Coach und für das Team – auch wenn es bedeutet, dass man vielleicht eine Taktik weglassen muss in dieser Saison.

Wie kann ich Trainings effizienter gestalten?

Grundsätzlich kann man am meisten herausholen, indem man Wartezeiten für einzelne verkürzt. Dies kann man auf unterschiedliche Ebenen angehen:

  • Erklärungen: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
  • In Übungen so viele Teilnehmende wie nötig, so wenige wie möglich. Das verkürzt die Wartezeiten beim anstehen.
  • Spielformen so anpassen, dass möglichst viele involviert sind. Oft sind 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 Spiele auf kleineren Spielfeldern dabei effizienter, da mehr Personen aktiv ins Spiel eingebunden sind.
  • Spielregeln ggf. so anpassen, dass Wartezeiten eliminiert werden (z.B. Continuous Play ohne Pull und Seitenwechsel)
  • Übergänge von einem Teil zum nächsten oder von einem Thema zum nächsten straff halten und klar ansagen (z.B. „2 Minuten Trinkpause“, dann ansagen wenn nur noch 1 Minute und wenn 30 Sekunden übrig sind).
Sinkende oder schleppende Motivation

Alle im Team mitreden lassen. Um Ziele zu erreichen braucht es ein Team und für ein Team braucht es Einzelpersonen. Ziele oder Ausrichtungen sollten als Team besprochen und gemeinsam erarbeitet werden. Je mehr Einzelpersonen sich mit diesem Ziel oder der Ausrichtung identifizieren können, desto höher ist tendenziell die Motivation. Bei Motivationsproblemen lohnt es sich, so bald wie möglich zu handeln. Oft ist die Zeit besser eingesetzt, wenn man das Motivationsproblem löst, anstatt trainiert. Denn wenn man es tatsächlich lösen kann, werden die darauffolgenden Trainings oder das folgende Turnier auch besser.

Attraktive Trainings mit wenig Personen

In Ultimate und ganz vielen anderen Sportarten werden Trainings mit wenig Personen noch immer als schlechte Voraussetzung angesehen, obwohl das gar nicht sein muss. Es gibt eine Vielzahl von Übungen und Spielformen die man mit 4-6 Teilnehmenden machen kann. Es kann sogar von Vorteil sein, weil man einzelne Teilnehmende zum Beispiel bei einer Wurfübung besser betreuen kann, weil man sich mehr Zeit für einzelne nehmen kann. Zudem kann man gut 2 gegen 2 bis 4 gegen 4 auf kleineren Spielfeldern oder mit anderen Spielregeln spielen. Oft ist es sogar so, dass in kleineren Teams deutlich mehr gelernt wird als in einem 7 gegen 7 (in kleineren Teams ist man viel öfter aktiv involviert als in grösseren – im 7 gegen 7 hat es eine Scheibe für 14 Personen, in einem 3 gegen 3 ist es eine Scheibe für 6 Personen…). Grundvoraussetzung für ein attraktives Training ist, dass man selber motiviert bleibt. Während dem Training kann man darauf achten, dass man genügend Pausen macht, da die einzelnen tendenziell mehr beansprucht sind als in einem Training mit vielen Teilnehmenden.

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